Brustpiercing

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Piercings durch die Brustwarzen, auch Nippel Piercings genannt sind mittlerweile weit verbreitet. Üblicherweise wird das Piercing horizontal angebracht, kann aber auch vertikal oder schräg gestochen werden.

Wissenswertes & Informationen über das Brustwarzenpiercing

Brustwarzenpiercing - getragenes Piercing in der Brust

Herkunft und Geschichte

Wie viele Piercings hat auch das Brustwarzenpiercing weit zurückliegende Wurzeln. Durchbohrte Brustwarzen fanden sich bei männlichen Mitgliedern der Karankawa Indianer, die am Golf von Mexiko lebten. Dieser kleine Indianerstamm gilt seit 1858 als ausgestorben. Auch die Frauen der Kabylen, einem Berber-Volk aus Nord-Ost-Algerien schmückten ihre Brustwarzen.

Die ersten europäischen Berichte, die das Durchstechen der Brustwarze behandeln, stammen aus der Mitte des 14. Jahrhunderts. Diesen Berichten zufolge hatte ein neuer Trend dafür gesorgt, dass sich die Frauen die Brustwarzen mit Schmuck verzierten. Zu dieser Zeit war es bei adligen Frauen Mode geworden, Kleider mit tiefem Dekolleté zu tragen, die sogar so weit ausgeschnitten waren, dass die Brust bin hin zu den Brustwarzen entblößt wurde.

In den 1970er Jahren wurde das Brustwarzenpiercing wiederentdeckt. Dafür war das legendäre Piercingstudio "The Gauntlet" und das weltweit erste Piercingmagazin PFIQ verantwortlich. Allerdings erlangte das Piercing zunächst nur in der damals noch kleinen Piercingszene Bekanntheit. Weitreichend bekannt wurde das Brustwarzenpiercing erst Ende der 1990er Jahre. Verantwortlich dafür waren vor allem prominente Persönlichkeiten wie Lenny Kravitz oder Tommy Lee.

Vielseitiger Schmuck für Brustwarzen

Als Schmuck wird für gewöhnlich ein Barbell oder BCR verwendet. Zudem gibt es reich verzierte Schmuckstücke, die so genannten Nipple Shields. Diese sind besonders bei Frauen sehr beliebt. Aber auch Hufeisen oder Segmentringe können als Brustwarzenpiercing getragen werden. Neben schlichten silbernen Chirurgenstahl gibt es auch viele Schmuckstücke in knalligen Farben. Diese bestehen meist aus Kunststoff. Die vielen verschiedenen Aufsätze für Stäbe und Co. erlauben eine große Variantenvielfalt. Es gibt sie mit Schmucksteinchen verziert oder auch in unterschiedlichen Formen.

Brustwarzenpiercing Pflege & Hinweise

Vorgehensweise

Wie üblich beim Piercen wird zunächst die Haut gründlich desinfiziert und die Ein- und Austrittsstellen markiert. Das Piercen wird im Sitzen durchgeführt, denn es kann einem schon mal schwindlig werden. Nachdem die Stellen, wo das Piercing später mal sitzen soll markiert wurden, verwenden die meisten Piercer eine Piercing-Klemme um sicher und präzise arbeiten zu können und das zu durchstechende Gewebe zu fixieren. Anschließend wird dieses Gewebe mit einer speziellen Nadel durchstochen und der erste Schmuck eingesetzt.

Heilung des Brustwarzenpiercings

Der Heilungsprozess eines Brustwarzenpiercings kann je nachdem ein bis sechs Monate andauern. Wichtig für eine komplikationslose Verheilung ist die Wahl des ersten Piercingschmucks. Als Ersteinsatz sollten daher Stäbe mit großen Kugeln verwenden. Die gerade Form des Piercingschmucks sorgt für eine gleich verteilte Spannung der Haut, so dass keine Stelle überbeansprucht wird. Ringe hingegen verursachen einseitige Belastung an den Enden des Stichkanals und sind daher als Ersteinsatz nicht zu empfehlen.

Pflege eines Brustwarzenpiercings

Wie jedes frisch gestochene Piercing sollte man auch dem Brustwarzenpiercing zunächst viel Ruhe gönnen, d.h. unnötige Berührungen oder Reizungen durch zu enge Kleidung sollten tunlichst vermieden werden. Zudem empfiehlt es sich in der Anfangsphase das Piercing mit einem Pflaster abzudecken, um es vor Schmutz, Reibung und anderen Umwelteinflüssen zu schützen. Das Tragen von BH's stellt kein Problem dar, nur sollte darauf geachtet werden, dass Verzierungen so angebracht sind, dass ein versehentliches Hängenbleiben ausgeschlossen ist. Ebenso sollte man auf sportliche Betätigungen zunächst verzichten.