Piercing ist entzündet oder eitert

aktualisiert am: 08.05.2019

In den meisten Fällen verheilen frisch gestochene Piercings relativ schnell und unkompliziert. Schmerzen treten im Allgemeinen nur sofort beim Stechen und einige Tage danach auf. Hin und wieder kann es jedoch vorkommen, dass sich ein Piercing entündet oder eitert. In Zusammenarbeit mit der Piercerin Molesting Betty haben wir dir ein Video dazu erstellt, wie ihr feststellen könnt, ob mit eurem frisch gestochenen Piercing etwas nicht stimmt und was ihr tun könnt, wenn es eitert oder sich entzündet hat:

Piercing entzündet - Anzeichen

Dadurch, dass Piercings in den ersten Tagen oft etwas gereizt sind und auch leichte Schmerzen verursachen können, ist es nicht immer leicht, festzustellen, ob das Piercing wirklich entzündet ist, oder ob alles normal verläuft. Folgende Anzeichen sind jedoch gute Indikatoren dafür, dass mit dem Heilungsverlauf deines Piercings etwas nicht optimal läuft:

Piercingstelle eitert oder blutet

Dass ein Piercing etwas nachblutet und sich Wundschorf bildet, ist normal. Sollte dein Piercing jedoch auch nach Tagen noch eitern und bluten, ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt und du Gegenmaßnahmen einleiten solltest.

Piercing strahlt Hitze aus

Auch wenn das frisch gestochene Piercing nicht nur eitert, oder nachblutet, sondern zusätzlich auch noch Hitze ausstrahlt und sich ein pochender Schmerz ausgehend von der Piercingstelle und das umgebende Gewebe zieht, stimmt wahrscheinlich etwas mit dem Wundheilungsverlauf nicht.

Kreislaufprobleme, Fieber und starke Schwellungen

Manchmal treten auch Schwindelgefühl und Fieber auf, wenn ein frisch gestochenes Piercing schlecht verheilt. Das geht oft mit einer starken Schwellung der gepiercten Körperstelle und der Absonderung von Wundsekret einher. Bei Fieber und Kreislaufproblemen sollte vorsichtshalber ein Arzt aufgesucht werden. Diese schwereren Komplikationen treten jedoch nur sehr selten auf.

Was tun, wenn dein Piercing entzündet ist oder eitert?

Wenn sich das Piercing nur leicht entzündet hat, gibt es viele Möglichkeiten, den Heilungsverlauf mit Hausmitteln und Piercing Pflege Produkten positiv zu beeinflussen. Wenn sich die Heilung des Piercings trotz intensiver Bemühungen auch nach weiteren 4-5 Tagen nicht verbessert, solltest du deinen Piercer oder einen Arzt aufsuchen.

Kamillentee oder Gel gegen entzündete Piercings

Ein wirksames Hausmittel gegen entzündete Piercings ist das vorsichtige Betupfen mit Kamillentee. Zunächst solltest du deine Hände und die Piercingstelle gründlich mit Desinfektions Spray reinigen. Anschließend kannst du das Piercing vorsichtig mit einem sauberen Wattestab mit abgekühltem Kamillentee beträufeln. Diesen Vorgang solltest du mindestens 3 mal täglich wiederholen. Den Kamillentee solltest du immer frisch kochen, damit sich keine Baktrien im Tee ansiedeln können. Außerdem sollte das Piercing möglichst nicht bewegt und nicht berührt werden und nicht mit Kleidung in Berührung kommen. Als Alternative zum Kamillentee kann auch ein Piercing Gel, wie beispielsweise Prontolind Piercing Gel verwendet werden. Entgegen einer weit verbreiteten Meinung solltest du das Piercing bei einer Entzündung nicht herausnehmen. Das Piercingloch würde in diesem Fall sehr schnell zuwachsen und es bestünde die Gefahr, dass sich die Wunde verkapselt und sich im schlimmsten Fall Abszesse oder Eiterblasen bilden.

Entzündungen bei Piercings vorbeugen

Damit es gar nicht erst zu einer Entzündung kommt, sollte man möglichst schon im Vorfeld auf einige Dinge achten. Folgende sind die wichtigsten Vorsorgemaßnahmen:

Stab nicht zu kurz wählen, damit sich das Piercing nicht entzündet

Die richtige Stablänge auszuwählen ist natürlich eigentlich die Aufgabe des Piercers. Aber auch du solltest darauf achten, dass das Piercingstudio deines Vertrauens einen etwas längeren Piercingstab einsetzt, damit das Gewebe am Piercing etwas Platz zum Ausdehnen hat, falls es anschwillt.

Eiternden Piercings durch die Wahl des richtigen Piercingstudios vorbeugen

Dieser Punkt geht im Grunde mit dem vorherigen Punkt einher. Bei der Wahl des Piercers solltest du die Augen genau offen halten. Wichtig sind vorallem Hygiene, eine professionelle Atmosphäre und ein Vertrauensverhältnis zum ausgewählten Studio. Wir haben dir hier in unserem Piercingstudio Guide eine Auswahl an vertrauenswürdigen Studios zusammengestellt. Diese erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es gibt noch wesentlich mehr gute und vertrauenswürdige Studios, die Piercingdienstleistungen anbieten.

Entzündungen vorbeugen mit dem richtigen Material

Als Ersteinsatz eignet sich Piercingschmuck aus PTFE (Bio - Kunststoff) oder Titan Piercingschmuck am besten. Dieser ist besonders hautfreundlich und wird auch von Allergikern am besten vertragenWenn das Piercing vollständig abgeheilt ist, können auch Piercings aus hochwertigem Chirurgenstahl getragen werden, aber als Ersteinsatz sind Titanium und Kunststoff Piercings am besten geeignet. In unserem Piercing Shop findest du eine große Auswahl an Bioflex Kunststoff Piercings, Titan Piercings und natürlich auch hochwertige Chirurgenstahl Piercings.


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