Dehner für Tunnel

Piercing Expander & Dehner

Dehnstäbe und Dehnsicheln in einer Reihe

Die endgültige Größe kann jeder für sich entscheiden. Jedoch dehnt man anfangs jeweils um 1mm, später um 2mm, um möglichen Entzündungen aus dem Weg zu gehen. Hier kannst du dir nochmal die genaue Anleitung für das Dehnen ansehen. Es ist wichtig sich vorher zu informieren, da es sich um einen Eingriff am Körper handelt. Schließlich soll es am Ende auch schön aussehen und gerissene Ohren sind alles andere als schön. Expander kann man nicht nur zum Dehnen verwenden, sondern auch im Alltag tragen. Vor allem die Sicheln machen sich hervorragend als Ohrschmuck. Tolle Farben, unterschiedliche Formen sowie die Vielfalt der Materialien lassen keine Wünsche offen. Unsere Dehnsicheln bestehen aus Stahl, Kunststoff oder Holz und haben einen Durchmesser zwischen 1 und 20mm. Die gebogene Form, sowie die Größe der Dehnschnecke ist vergleichbar mit dem Tragen einer Kreole. Schau dir unsere Dehnsicheln an und suche dir die Passende für dein Outfit aus.

Was sind Dehner?

Was ist ein Dehner?

Piercing Dehner und Expander werden die speziellen Werkzeuge genannt, die man zum Dehnen der Ohrläppchen (z.B. für Flesh Tunnel) benutzt. Es gibt zum einen die geraden Dehnungsstäbe und zum anderen die gebogenen Dehnungssicheln. Der Klassiker ist allerdings der gerade Stab. Neben der Gruppe der Dehnungssicheln kann man Dehnschnecken und -spiralen finden. Jedoch ist es vollkommen egal für welche Form man sich entscheidet, all diese Werkzeuge sollen das Ohrloch weiten. Die spezielle Form, von der Spitze an immer dicker werdend, wird in das Ohr eingeführt. Durch den Druck, den man auf den Expander ausübt, wird das Ohr gedehnt. Es kann zu geringen Schmerzen kommen oder ein wenig bluten, jedoch sollte dies nur ein geringes Ausmaß haben, wenn man vorsichtig und umsichtig vorgeht. Besonders wichtig ist es, sich viel Zeit zu nehmen, um dem Ohr gewisse Ruhepausen zu gönnen. Wer sich den Dehner durch das Ohr jagt, um möglich viel mit einem Mal zu dehnen, schadet dem Gewebe und es können Deformierungen entstehen. Wie sagt man so schön: "In der Ruhe liegt die Kraft." Genauso verhält es sich während des Dehnprozesses. Suche dir einen geeigneten Expander in unserem Shop aus und dehne in Millimeterschritten. Eine richtige Anleitung zum selber dehnen findest du HIER.

Richtig dehnen mit einem Tunnel Dehner

An dieser Stelle möchten wir euch kurz die wichtigsten Fakten zum Thema Ohrloch dehnen nennen. Eine detaillierte Anleitung findet Ihr unter "Tunnel selbst Dehnen". Zunächst sei gesagt, dass man viel Geduld braucht, um ein gutes Ergebnis zu erzielen und Schäden des Gewebes zu verhindern. Zudem sollten nur spezielle Dehnwerkzeuge dafür genutzt werden. Dehnt zunächst nur in Millimeterschritten und gebt der Haut genügend Zeit sich zu regenerieren. Nach dem Duschen oder Baden ist die Haut besonders elastisch und lässt sich gut dehnen. Nutzt zum Dehnen ein Gleitmittel wie Vaseline, dies erleichtert den Prozess und wirkt beruhigend auf die Haut.

Beim Dehnen entstehen mikroskopisch kleine Risse, diese werden durch die permanente Spannung verursacht. Aber keine Sorge, dieser Effekt ist gewollte. Nur diese feinen Risse ermöglichen den Dehnvorgang. Nur wenn ihr mit einer konstanten Geschwindigkeit dehnt und behutsam dabei vorgeht, verteilen sich diese Risse gleichmäßig und ihr erhaltet ein optimales Ergebnis. Wenn ihr es zu eilig habt, kann es passieren, dass der Druck sich auf einen einzelnen Riss erhöht und der Körper als Gegenreaktion Narbengewebe bildet, um das weitere Einreißen an dieser Stelle zu verhindern. Diese Narben führen zu einem ungleichmäßigen Ergebnis und sehen alles andere als schön aus.

Geschichte geweiteter Piercings

Geweitete Piercings gibt es bereits seit tausenden von Jahren. Ein sehr berühmtes Beispiel und darüber hinaus auch der älteste nachweisbare Fund über geweitete Ohrlöcher, lieferte die Gletschermumie "Ötzi", die 1991 entdeckt wurde. "Ötzi" lebte vor mehr als 5000 Jahren und hatte gedehnte Ohrlöcher mit einem Durchmesser zwischen 7 und 11mm. Auch im alten Ägypten wurden die Ohrläppchen gedehnt. Noch heute gibt es viele indigene Völker, die diesen Körperkult betreiben. Dabei sind die Gründe dafür sehr unterschiedlich. Einige Forscher gehen davon aus, dass sich zum Beispiel die Frauen Ohren, Lippen oder auch Nasenflügel weiteten um für Männer eines anderen Stammes unattraktiv zu wirken und so vor Menschenraub sicher zu sein. Was auf der einen Seite zur Abschreckung dienen sollte, wurde bei den stammeseigenen Männern zum Schönheitsideal.

Es gibt unterschiedliche Hilfsmittel um eine Körperstelle zu dehnen. Heute sind die verschiedenen Expander in vielen Formen, Materialien und Farben erhältlich. Die Naturvölker bedienten sich anderer Hilfsmittel. So nutzten zum Beispiel die Bewohner der Marshall-Inseln in Asien aufgerollte Schraubenbaumblätter, um ihre Ohrlöcher zu dehnen.

Typische Materialien eines Expanders

Neben dem Form- und Farbenreichtum können unsere Expander auch in unterschiedlichen Materialien bestellt werden. Edelstahl, Kunststoff, Horn, Knochen, Holz und Silikon. Diese Materialien möchten wir euch kurz vorstellen und Ihre Vor- und Nachteile erörtern.

Kunststoff

Kunststoff ist wohl das beliebteste Material bei Expandern. Zurückzuführen ist diese Beliebtheit auf das geringe Gewicht von Kunststoff. Aus diesem Grund sind Dehner aus Kunststoff vor allem für die ersten Dehnschritte besonders gut geeignet. Die Kunststoffoberfläche ist glatt und macht die Expander besonders gleitfähig. Zudem bietet sie wenig Angriffsfläche für Schmutz und Bakterien. Das Material kann vielfältige gestaltet werden. So entstehen Dehnwerkzeuge in den unterschiedlichen Farben und Formen.

Silikon

Silikon ist ein sehr flexibles und langlebiges Material und kommt seit langem im Bereich der Schönheitschirurgie zum Einsatz, was die besonders gute Hautverträglichkeit belegt. Bei Silikon handelt es sich um das einzige synthetisch hergestellte Material, welches anorganische und organische Eigenschaft vereint. Bakterien und Schadstoffe haben auf diesem Material kaum eine Chance, zudem ist es für jeden erschwinglich. Einziger Nachteil von Silikon ist, dass es sich sehr gut an das ihn umgebende Gewebe anschmiegt und so die Luftzufuhr beeinträchtigt.

Chirurgenstahl / Edelstahl

Chirurgenstahl 316L ist das beliebteste Material in der Piercingszene. Es hält hohen Belastungen stand, ist kratzfest und hat einen tollen metallischen Glanz. Auch aus medizinisch-hygienischer Sicht kann das Material überzeugen. Wie der Name schon sagt, wird es in der Medizintechnik verwendet um chirurgische Instrumente herzustellen. Stahl hat von allen Materialien, die für Piercingschmuck verwendet werden die glatteste Oberfläche. Das macht sie besonders gleitfähig und vor allem Dehnwerkzeuge profitieren von dieser Eigenschaft.

Holz

Holz birgt einige Vorteile gegenüber anderen Materialien. Das organische Material ist sehr leicht, kühlt bei kalten Temperaturen nicht aus und bietet so einen hohen Tragekomfort. Zu dem beeinträchtigt es die natürliche Luftzirkulation nicht, so kann die Haut ausreichend atmen, dies verhindert die Bildung unangenehmer Gerüche durch Talgablagerungen. Die vielen unterschiedlichen Holzarten haben alle ihr ganz eigenes Erscheinungsbild. Als Naturprodukt bedarf Holz allerdings ein wenig Pflege. Holz kann mit der Zeit austrocknen und porös werden, daher sollte man Piercingschmuck aus Holz hin und wieder mit einer pflegenden Substanz, beispielsweise Jojobaöl einreiben. Das erhöht die Haltbarkeit und den Tragekomfort.

Horn

Aus Horn gefertigte Dehnstäbe und Co. haben die gleichen Vorteile wie Holz. Es ist atmungsaktiv, temperaturbeständig und kann vielfältig bearbeitet werden. Gegenüber Holz ist Horn allerdings etwas schwerer, gleichzeitig aber auch stabiler. Gern wird Horn mit anderen natürlichen Materialien wie Holz oder Knochen kombiniert. So entstehen ganz einzigartige Schmuckstücke.

Knochen

Knochen wird schon seit jeher vom Menschen zur Schmuckherstellung genutzt. Das Material ist noch robuster als Horn oder Holz bietet aber den gleichen Tragekomfort. Wie auch die beiden zuvor genannten Materialien kühlt es nicht aus und bietet der Haut die Möglichkeit zu atmen, wodurch kaum Talgablagerungen entstehen und somit auch keine unangenehmen Gerüche. Einziger Nachteil, bei zu hohen Belastungen kann Knochen splittern, wodurch ein Verletzungsrisiko entsteht. Doch bei einem sachgemäßen Umgang kommt dies äußerst selten vor.