Nasenpiercing

Nasenpiercing Shop

Nasenpiercings können an vielen verschiedenen Stellen angebracht werden. Die folgenden fünf Arten sind dabei die häufigsten:

  • Nostril - durch einen Nasenflügel
  • Septum - durch die Nasenscheidewand
  • Bridge - druch den Nasenrücken
  • Austin Bar - durch die Nasenspitze
  • Nasallang - durch die Nasenflügel und die Nasenscheidewand

Die verschiedenen Arten des Nasenpiercing-Schmucks

Nasenpiercing - Piercing in der Nase

Nostril Piercing

Das bekannteste Nasenpiercing ist das Nostril. Es wird durch den Nasenflügel gestochen und ist vor allem bei Frauen sehr beliebt. Man kann es variieren und mehrere Piercings tragen, die in einer Reihe angeordnet sind. Die beliebteste Form ist dabei der Nasenstecker. Diesen gibt es in zahlreichen Varianten. Viele Stecker sind mit kleinen Schmucksteinchen versehen oder haben ausgefallene Formen.

Herkunft des Nostril Piercings

Das Nostril-Piercing ist keine Erscheinung der Neuzeit oder Popkultur. Bereits vor 4000 Jahren wurden erste Piercings dieser Art im mittleren Osten gestochen. Im 16. Jahrhundert verbreitete sich das Nostril-Piercing nach Indien, wo es heute noch sehr häufig getragen wird. Die Frauen tragen den Schmuck meist im linken Nasenflügel, da angenommen wird, dass eine Geburt dadurch einfacher verlaufe. Der Glaube basiert auf der Ayurveda-Medizin, die im indischen Raum weit verbreitet ist. Durch die Hippie Trails in den 1960er und 1970er Jahren kam das Piercing schließlich auch in die westliche Welt. Es wurde später von Anhängern der Punkbewegung adaptiert und ist heute Teil verschiedener Jugendbewegungen. Popularisiert wurde das Piercing auch durch berühmte Persönlichkeiten, wie Lenny Kravits, Dennis Rodman oder Slash.

Septum Piercing

Das Septum-Piercing erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Es wird von Männern und Frauen gleichermaßen gern getragen. Der Name leitet sich vom lateinischen septum nasi ab und bezeichnet das Bindegewebe unterhalb der Nasenscheidewand, durch welches das Piercing gestochen wird. Alle Informationen rund um das Septum-Piercing findest du hier.

Bridge Piercing

Bridge oder auch Erl genannt, bezeichnet ein Piercing, welches direkt am oberen Ende des Nasenrückens gestochen wird. Das Stechen einer Bridge wird als riskant eingestuft, da an dieser Stelle sehr viele Nervenbahnen verlaufen. Es sollte nur von erfahrenen Piercern gestochen werden, da es zu schweren Komplikationen kommen kann, wenn es unsachgemäß gesetzt wird. Als Schmuck wird üblicherweise eine Banane eingesetzt. Die gebogene Form des Stabes senkt das Risiko des Herauswachsens. Die Behauptung, dass man durch ein Bridge-Piercing anfängt zu schielen ist unwahr. Dennoch sollte beim Stechen darauf geachtet werden, dass das Piercing sich nicht im Sichtfeld befindet.

Austin-Bar Piercing

Ein Austin-Bar Piercing sieht man nur sehr selten. Es ist wenig verbreitet, was sicherlich an seiner ungewöhnlichen Position liegt. Es verläuft horizontal durch die vordere Knorpelkappe der Nasenspitze. Der Stichkanal verläuft dabei nicht durch die Innenräume der Nase, sondern befindet sich oberhalb von der Spitze der Nasenscheidewand. Benannt ist dieses Piercing nach seinem ersten Träger. Als Schmuck wird üblicherweise ein Barbell verwendet. Die vertikale Variante dieses Piercing bezeichnet man als Rhino-Piercing.

Nasallang Piercing

Ebenfalls selten ist das Nasallang-Piercing. Es verläuft durch beide Nasenflügel und die Nasenscheidewand. Es ist im Grunde eine Kombination aus zwei Nostril-Piercings und einem sehr hoch gestochenen Septum. Die Stichkanäle liegen dabei alle auf gleicher Höhe. Es kann in einem Durchgang gestochen werden, dies wird jedoch nicht empfohlen. Als Schmuck wird in der Regel ein Stab eingesetzt.

Pflege-Hinweise & Heilung eines Nasenpiercings

Vorgehensweise

In der Regel werden alle 5 Piercings, die wir hier vorgestellt haben, mit einem Venenkatheter oder einer Venenverweilkanüle gestochen. Einzige Ausnahme ist das Nostril-Piercing. Es wird auch mit einer Ohrlochpistole geschossen. Diese Methode ist jedoch seit vielen Jahren sehr umstritten, da das Gewebe dabei einreißen kann. Es sollte daher immer bei einem professionellen Piercer gestochen werden. Wie bei jedem Piercing wird zunächst die betreffende Stelle gründlich desinfiziert und die Einstichstelle markiert. Anschließend wird der Katheder oder die Kanüle hindurch gestochen und der Schmuck eingesetzt.

Heilung eines Nasenpiercings

Die Heilungsdauer der unterschiedlichen Piercings hängt von vielen Faktoren ab. Ein einfaches Nostril heilt in ca. 4 Wochen ab, wohingegen ein Nasallang bis zu 3 Monate braucht. Wichtig für einen guten Heilungsprozess ist die richtige Pflege. Das Piercing sollte, wenn überhaupt, nur mit gewaschenen Händen angefasst werden und nur mit geeigneten Pflege- und Desinfektionsmitteln behandelt werden. Auch eine Nachkontrolle beim Piercer ist wichtig, denn er kann Komplikationen früh erkennen und das Piercing gegebenenfalls entfernen oder ein anderes Pflegeprodukt vorschlagen.

Nasenpiercing-Pflege

Eine gründliche Hygiene ist das wichtigste bei der Pflege eines Piercings. Wenn das Piercing zur Pflege berührt werden muss, sollten die Hände stets gewaschen und bestenfalls desinfiziert sein. Als Pflegeprodukt eignet sich das ProntoLind Piercing & Tattoo Gel besonders gut. In den ersten Woche ist von Besuchen in der Saune, dem Solarium, Schwimmbad und Co. abzuraten, da an diesen Orten ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht. Ebenso sollte man auf Make-up oder Hautcremes verzichten.