Lippenpiercing

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Ein Labretpiercing bezeichnet ein Piercing, welches im Bereich der Lippe getragen wird. Nach einer traditionellen Definition werden mit Labretpiercings nur solche Piercings bezeichnet, die durch die Unterlippe gehen. Piercing in der Oberlippe werden hingegen als Medusa- oder Madonna-Piercing bezeichnet. Weitere Unterscheidungen kamen im Zuge der modernen Piercingbewegung auf. Labret leitet sich vom lateinischen labrum ab, was "Lippe" bedeutet.

Wissenswertes & Informationen über das Lippenpiercing

Lippenpiercing - Piercing in der Lippe getragen

Herkunft des Lippenpiercings

Das Labretpiercing hat weit zurückreichende Wurzeln. Es wurde und wird sogar zum Teil heute noch von verschiedenen Ethnien in Afrika, Amerika und Lateinamerika getragen. Wobei das Tragen von Schmuck bei diesen Völkern fester Bestandteil ihrer Kultur ist. Die dabei verwendeten Schmuckstücke haben aber nichts mit dem modernen Piercingschmuck gemeinsam. Oftmals wird Schmuck mit erheblichem Durchmesser eingesetzt. So sind beispielsweise die Frauen des Mursistammes berühmt für Ihre geweiteten Lippenpiercings in denen sie große Tonteller tragen.

In Amerika war das Tragen von Labret-Piercings schon bei den Azteken nicht unüblich. Jedoch war dies nur Männern höherer Gesellschaftsschichten vorbehalten, die edlen Schmuck aus Gold und trugen, der auch mit Schmucksteinen verziert sein konnte.

Im westlichen Kulturkreis hat sich das Lippenpiercing besonders in den 1990er Jahren etabliert und wurde Teil verschiedener Jugend- und Subkulturen. Auch gibt es in der heutigen Kultur geweitete Lippenpiercings, diese sind allerdings eher eine Randerscheinung.

Vielseitiger Schmuck für die Lippen

Für moderne Labret-Piercings werden häufig die sogenannten Labret-Stecker verwendet. Dabei handelt es sich um Stecker, die am einen Ende eine kleine Platte besitzen und am anderen ein Schraubgewinde, um eine Verschlusskugel oder auch andere Schmuckelemente wie Spitzen aufzuschrauben. Hufeisen und BCR's sind ebenfalls sehr beliebt, genauso wie spiralförmige Piercings. Mittleiweile gibt es eine Vielzahl an Formen und Materialien. Als beliebtestes Material gilt Chirurgenstahl 316L. Dieser ist besonders robust und kratzfest. Aber auch Kunststoff erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Das weiche Material verhindert Schäden am empfindlichen Zahnfleisch und den Zähnen.

Pflege-Hinweise zu Labret- & Lippenpiercings

Vorgehensweise

Die zu piercende Hautpartie wird gereinigt und desinfiziert. Im Anschluss wird sie mit einer Piercingklemme fixiert und mittels eine speziellen Nadel durchstochen. Das Piercen findet im Sitzen statt, um eventuell auftretende Kreislaufproblemen entgegen wirken zu können. Als Ersteinsatz werden sowohl Ringe als auch Labret-Stecker verwendet.

Heilung eines Labretpiercings

Abhängig davon für welchen Ersteinsatz man sich entscheidet, verändert sich die Form des Stichkanals. D.h. es entsteht ein entsprechender Winkel. Wenn man zu Beginn einen Ring getragen hat, sitzt im Anschluss ein Stecker meist nicht so komfortabel wie gebogener Schmuck, da der Stichkanal nicht gerade, sondern leicht gewinkelt ist. Nach dem Stechen kann es zu vorrübergehender Schwellung der Lippe kommen, weshalb meist ein Stab mit Überlänge eingesetzt wird. Die Heilungsdauer beträgt in etwa vier bis acht Wochen.

Pflege

Piercings im Mundbereich verheilen in der Regel ziemlich schnell, dennoch sollten einige Pflege-Hinweise beachtet werden. Auf den Genuss von Alkohol und Nikotin sollte in den ersten Tagen verzichtet werden, um Komplikationen zu vermeiden. Um der Schwellung nach dem Stechen entgegenzuwirken kann man die Lippe von innen mit Eiswasser kühlen. Zudem empfiehlt es sich die Mundhöhle morgens und abends nach dem Zähneputzen gründlich durchzuspülen. Dafür eignet sich besonders gut die ProntoLind Mundspüllösung. Zur Reinigung des Piercings von außen empfiehlt sich das ProntoLind Mundspray.