Gesetze rund um Piercings

13.08.2013 14:00

Es gibt gewisse Gesetze die darüber entscheiden, ob man sich ein Piercing stechen lassen kann oder nicht. Vor allem Minderjährige müssen sich erkundigen bevor sie im Studio auftauchen. Ein Gespräch mit den Eltern und dem Piercer bietet sich in diesem Fall immer an. Somit kann sich der Piercer absichern, dass die Erziehungsberechtigten einverstanden sind und wissen, auf was sich das Kind einlässt. Die Garantie darüber, dass keine rechtlichen Vorkehrungen ihm gegenüber erscheinen, wird der Piercer selbstverständlich einholen. Falls du die Entscheidung getroffen hast dich zu Piercen, ist es wichtig dich zu informieren. Es ist eine Dienstleistung und du bezahlst dafür Geld. Somit hast du mit dieser Entscheidung gewisse Rechte und Pflichten. Mit dieser kleinen Gesetzesübersicht wollen wir dir dabei helfen, dich darüber zu informieren.

Ein wichtiges Gesetz ist das BGB.

Dieser Gesetzestext definiert beispielsweise die Geschäftsfähigkeit. Als Minderjähriger, das heißt unter 18 Jahren, benötigst du eine schriftliche Erlaubnis deiner Eltern um dich piercen zu lassen, denn die Paragraphen §106, §107 und §113 zeigen dass du nur teilweise geschäftsfähig bist. Solltest du also auf die Idee kommen, dich ohne eine Genehmigung der Eltern piercen zu lassen, können deine Eltern einen Widerspruch einlegen und somit ist der Vertrag, den du geschlossen hast, ungültig.

Des Weiteren klärt das BGB und StGB den Fall der Körperverletzung. Ein Fremder sticht mit einer Kanüle durch deinen Körper – im Recht eine Form der Körperverletzung. Der Piercer muss sich demnach schützen, nicht angezeigt zu werden. Deshalb ist es vollkommen normal, dass man vorher eine Einverständniserklärung unterschreiben muss, in der man versichert damit einverstanden zu sein. Beide Gesetze klären, welchen Anspruch man hat, wenn das Piercen nicht richtig von statten geht.

Die EU-Richtlinie 94/27/EG ist sehr wichtig für die Gesundheit und Verträglichkeit.

In dieser wird festgelegt wie groß der Anteil von Nickelpartikeln im Schmuck, besonders Erstschmuck, höchstens sein darf. Die Nickelallergie ist die häufigste Metallallergie und hat unangenehme Auswirkungen. Eine trockene und juckende Haut ist ein erstes Anzeichen dafür dass man etwas nicht verträgt. Ganz nach Empfindlichkeit können sogar Entzündungen, Bläschenbildung, Ekzeme bis hin zu Neurodermitis auftreten. Wie man sieht, ist damit nicht zu spaßen. Deshalb hat die Regierung eine allgemeine Richtlinie erstellt, mit welcher man sicher sein kann, nur einen geringen Anteil Nickel im Schmuck zu haben.

Das LMBG (=Lebensmittel- und Bedarfsgegenstände Gesetz) und LFGB (= Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch) regelt ebenfalls den Umgang des Nickelgehalts in Produkten. Strenge Strafen folgen bei der Nichteinhaltung der geltenden Vorschriften. Diese Gesetzestexte werden vor allem von den Mitarbeitern der Ordnungsämter genutzt um Ohrringe und weiteren Schmuck zu kontrollieren. § 5 des LMBG ist dafür die Rechtsgrundlage.

Derzeit hat es sich die Regierung zur Aufgabe gemacht, Gesetzesvorschläge zu erstellen, in denen Minderjährige sich generell nicht mehr piercen lassen dürfen. Schau demzufolge nach, wie die aktuelle Lage ist. Ansonsten werden die Gesetzestexte über das Allergierisiko ständig verschärft. Schmuckhersteller werden so dazu gedrängt, Piercings in einer guten Qualität zu produzieren. Über die Eigenschaften unsere Piercings kannst du dich gern hier belesen.


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